Schlagwort-Archive: Führung

Habt Mut. Frauen. Macht. Karriere. W&V Women Business Summit 2015, 10.12, München

Liebe Damen,

wickelt Ihr gerade auch unter Zeitdruck die letzten Projekte vor der Weihnachtspause ab? Oder habt Ihr es längst geschafft und müsst nur noch den Schreibtisch aufräumen? Freut Ihr Euch schon auf Urlaub, Familienfeiern und Silvester-Party?

Dann wird es jetzt Zeit, über gute Vorsätze für das neue Jahr nachzudenken!

Nur keine Sorge, EMPLOYERREPUTATION verwandelt sich nicht plötzlich in eine Frauenzeitschrift. Wir liefern keine 5-Durchhalte-Tips für „mehr Sport“, „weniger Essen“ oder „nicht mehr Rauchen“ in 2016. Es geht auch nicht um „mehr Work-Life-Balance“ oder „Nein-Sagen-Ertragen“ im neuen Jahr. Und nein, ganz bestimmt schreiben wir keine Kolumne darüber, wie Sie ab Januar Ihre weiblichen Reize einsetzen, um Karriere zu machen.

Um Karriere geht es hier jedoch sehr wohl. Weiterlesen

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Frauenquote nun auch für Top-Positionen: Interview mit Nicole Bernthaler, CEO von Exxecta

Chefin_pic_Quelle FAZ

© dpa (FAZ)

So viel Lob für die Quote gab es noch nie: Als „historischen Schritt“ und „guten Tag für die Frauen“ haben Abgeordnete von Koalition und Opposition die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote am Freitag, 6. März 2015, bezeichnet. Der Bundestag stimmte mit großer Mehrheit für den Gesetzentwurf von Frauenministerin Manuela Schwesig (SPD). Damit haben die Parlamentarier eine verbindliche Frauenquote von 30 Prozent bei der Neubesetzung von Aufsichtsräten von 108 börsennotierten und mitbestimmungspflichtigen Unternehmen eingeführt. Gleichzeitig wird es künftig feste Zielvorgaben für rund 3.500 Unternehmen geben – Grund genug für uns nachzufragen, woher die fehlenden weiblichen Führungskräfte kommen sollen.
Interview mit Nicole Bernthaler, Geschäftsführerin von Exxecta – Recruiting Pool für weibliche Führungskräfte.

employerreputation: Frau Bernthaler, vielen Dank, dass Sie sich Zeit für das Gespräch nehmen! Was genau macht Exxecta?

Nicole Bernthaler: Exxecta unterstützt aktiv das Bestreben, mehr Frauen in Führungspositionen zu etablieren, unabhängig von Quotendiskussionen und gesetzlichen Regelungen. Das vielbenutzte Argument, es gäbe nicht genügend ausreichend qualifizierte weibliche Führungskräfte, um eine Quote zu erfüllen, können wir durch unseren Kandidatinnen-Pool entkräften! Unternehmen, die tatsächlich explizit nach weiblichen Führungskräften suchen möchten, geben wir eine Lösung an die Hand, wie man diese erfahrenen Managerinnen effizient rekrutieren kann – unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von beiden Seiten.

employerreputation: Wieso sollten Unternehmen gerade Exxecta zur Besetzung von hochwertigen Vakanzen wählen?

Nicole Bernthaler: Wir sind eine völlig neuartige Recruiting-Plattform, die auf Diskretion und Exklusivität basiert. Unser Executive Pool ist handverlesen und einzeln evaluiert. Bis zum unteren Management-Level haben Unternehmen bisher kaum Probleme, eine vernünftige Frauenquote selbst abzubilden. Die Schwierigkeiten treten meist erst auf den höheren Managementebenen auf, hier reicht interne Förderung in den meisten Fällen nicht mehr aus. Ab hier kommt Exxecta ins Spiel, da wir uns auf eben diese Problematik spezialisiert haben.

employerreputation: Wie setzt sich Ihr Executive Pool zusammen und was ist die Besonderheit?

Nicole Bernthaler: Unsere derzeit etwa 3.500 evaluierten Profile stammen zu ca. 45% aus D-A-CH und zu ca. 50% aus EMEA. Die restlichen 5% verstreuen sich weltweit. Ungefähr 30% unserer „Exxectas“ kommen aus der Geschäftsführungs- bzw. Vorstandsebene, etwa 60% direkt darunter, der Rest aus sonstigen Führungspositionen, bzw. zweithöchster Managementebene. Alle unsere Kandidatinnen verfügen über mindestens 5 Jahren Führungserfahrung, da dies Voraussetzung für eine Listung bei Exxecta ist. Wir sind eine Plattform, die ausschließlich Recruiting für Führungspositionen anbieten, dementsprechend ist auch unser Kandidatenpool aufgestellt.

employerreputation: Welche Maßnahmen könnten speziell KMU Ihrer Meinung nach ergreifen, um den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen?

Nicole Bernthaler: Das Ziel, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen, muss Top Down implementiert werden und in die Firmenstrategie sowie die Zielvereinbarungen für Führungskräfte integriert werden. Frauen müssen intern gefördert und weiterentwickelt werden, bei externem Recruiting muss mehr auf Frauen im Prozess geachtet werden. Klare Vorgaben hinsichtlich eines Frauenanteils bereits im Auswahlprozess unter Bewerbern – die auch gemessen werden müssen – helfen hier. Da Frauen im Selbstmarketing oft anders „ticken“ als Männer und sich eher unter- als überschätzen, müssen Frauen, die das nächste Level in ihrer Karriere erreichen sollen, auch hier anders betreut werden als Männer. Oft hilft hier ein Sparringspartner oder Coach, auch Mentoring während der Anfangsphase in der neuen Rolle hat sich bewährt.
Um mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen, müssen auch die Arbeitsbedingungen ggfs. angepasst werden, flexible Arbeitszeitmodelle, Kinderbetreuungsoptionen können hier helfen, werden aber nicht kriegsentscheidend sein. Eine Frau, die Karriere macht, bekommt meist Job und Familie organisiert, auch ohne Hilfe der Firma.

employerreputation: KMU haben generell weniger Chancen, sich gegen große Unternehmen im Arbeitsmarkt zu behaupten. Was würde KMU helfen bzw. was bräuchten KMU, um sich als attraktive Arbeitgeber für Frauen im Arbeitsmarkt positionieren zu können?

Nicole Bernthaler: Nicht jede Frau möchte ein Rädchen in einem großen Konzern sein, gerade hier liegen die Chancen für KMU. Mein Rat: Ermöglichen sie der Führungskraft viele Freiräume, ihre Rolle und ihren Bereich selbst zu gestalten, keine langen Entscheidungswege, keine ineffiziente Politik. Einfache Hierarchien und ein angenehmes Arbeitsumfeld.

employerreputation: Was braucht es aus ihrer Sicht in einem Stelleninserat, damit sich auch Frauen angesprochen fühlen und bewerben?

Nicole Bernthaler: Dies können wir nicht pauschal beantworten. Stelleninserate sind per se schwierig, da der Ausschreibende meist eine unkonkrete Idealvorstellung des perfekten Kandidaten besitzt, und diese schwer abzubilden ist. Männer sehen vielleicht eher über Kriterien, die sie nicht erfüllen, hinweg oder „verkaufen“ diese Fähigkeiten mit. Frauen neigen ggfs. dazu, ein Inserat mit zu vielen Informationen und Anforderungen aber unklarer Darstellung der tatsächlichen Position und ihrer Einordnung im Unternehmen als nicht passend zu beurteilen.

(Anmerkung employerreputation: Zu diesem Thema gab es hier zwei Beiträge: „Weibliche“ Stellenanzeigen sind erfolgreicher! und Sind „weibliche“ Stellenanzeigen wirklich erfolgreicher? – Interview mit Dr. Rodrigo Isidor.)

employerreputation: Wie sieht es in Ihrem Unternehmen mit der Anzahl Frauen in Führungspositionen aus?

Nicole Bernthaler: Wir sind ein Start Up mit einem kleinen Team, in der Geschäftsleitung erfüllen wir eine Frauenquote von 50%, im Team sogar 75%. Da wir uns für Frauen in Führungspositionen stark machen, legen wir natürlich besonders großen Wert auf Frauen im Team.

employerreputation: Vielen Dank für das interessante Gespräch!

Nicole Bernthaler

Nicole Bernthaler (46) – CEO. Die gestandene Managerin verfügt über 15 Jahre Führungserfahrung u.a. bei Quelle AG, lastminute.com, Worldhotels, Thomas Cook E-Commerce (DE / FR). Die prozess- und projekterfahrene Betriebswirtin ist zudem eine effiziente Netzwerkerin und begleitete diverse Start-Ups. Bei Exxecta verantwortet sie die Bereiche Marketing, Kommunikation, Operations und HR.

Mehr über Exxeta unter http://www.exxecta.com.

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Mädchen machen sich Sorgen um ihre berufliche Zukunft

Heute veröffentliche ich die fünfte und letzte Infografik mit Ergebnissen des trendence Schülerbarometers 2014. Diese Statistik sollten Lehrer und Ausbildungsleiter kennen und berücksichtigen:

Mädchen machen sich mehr Sorgen um ihre berufliche Zukunft als Jungen!

Unsichere Mädchen

Das trendence Schülerbarometer 2014 ist Deutschlands größte Schülerbefragung mit über 12.000 Befragten.  Studienteilnehmer sind Schüler der Klassen 8-13. Die Studie wird seit 2006 jährlich durchgeführt. EMPLOYERREPUTATION greift fünf spannende Ergebnisse der aktuellen Befragung auf und veröffentlich diese Woche jeden Tag eine Infografik.

Mein besonderer Dank gilt dem trendence Institut für Daten und Grafik!

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Sie suchen Azubis? – Überzeugen Sie die Eltern!

Fortsetzung der Serie: Die vierte Infografik mit Ergebnissen des trendence Schülerbarometers 2014 zeigt, dass Schüler sich bei ihrer Berufswahl vor allem von ihren Eltern beeinflussen lassen.

Sie suchen Azubis? – Dann überzeugen Sie die Eltern!

Mit Informationsveranstaltungen für Eltern und Familien-Grillfesten erreichen Sie Azubis besser als mit Broschüren für Lehrer.

Azubis hören auf ihre Eltern

Das trendence Schülerbarometer 2014 ist Deutschlands größte Schülerbefragung mit über 12.000 Befragten.  Studienteilnehmer sind Schüler der Klassen 8-13. Die Studie wird seit 2006 jährlich durchgeführt. EMPLOYERREPUTATION greift fünf spannende Ergebnisse der aktuellen Befragung auf und veröffentlich diese Woche jeden Tag eine Infografik.

Mein besonderer Dank gilt dem trendence Institut für Daten und Grafik!

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Schüler wollen Autos bauen – am liebsten bei BMW!

Wie versprochen, gibt es heute bei EMPLOYERREPUTATION die dritte Infografik mit Ergebnissen des trendence Schülerbarometers 2014

Schüler wollen in der Automobilbranche arbeiten. BMW ist besonders beliebt. VW und Daimler holen langsam auf.

Gas geben Automobilbranche bei Schülern beliebt

Das trendence Schülerbarometer 2014 ist Deutschlands größte Schülerbefragung mit über 12.000 Befragten.  Studienteilnehmer sind Schüler der Klassen 8-13. Die Studie wird seit 2006 jährlich durchgeführt. EMPLOYERREPUTATION greift fünf spannende Ergebnisse der aktuellen Befragung auf und veröffentlich diese Woche jeden Tag eine Infografik.

Mein besonderer Dank gilt dem trendence Institut für Daten und Grafik!

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Karriereplanung: Schüler informieren sich nur online?

Und heute die zweite Infografik mit Ergebnissen des trendence Schülerbarometers 2014:

Überraschung: Für viele Schüler ist das Internet nicht die wichtigste Informationsquelle!

Schüler gehen zur Berufsberatung

Das trendence Schülerbarometer 2014 ist Deutschlands größte Schülerbefragung mit über 12.000 Befragten.  Studienteilnehmer sind Schüler der Klassen 8-13. Die Studie wird seit 2006 jährlich durchgeführt. EMPLOYERREPUTATION greift fünf spannende Ergebnisse der aktuellen Befragung auf und veröffentlich diese Woche jeden Tag eine Infografik.

Mein besonderer Dank gilt dem trendence Institut für Daten und Grafik!

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Polizei und Bundeswehr sind die beliebtesten Arbeitgeber deutscher Schüler.

Im April hat EMPLOYERREPUTATION mit Joachim Moritz und Helmut Langenbach von der Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt gesprochen. In dem Interview ging um Employer Branding, Mitarbeiterkommunikation und Führungskultur, und um die Stärken der Bundespolizeidirektion als Arbeitgeber. Offensichtlich hat nicht nur die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen viel zu bieten:

Polizei und Bundeswehr sind die beliebtesten Arbeitgeber deutscher Schüler!

Polizei und Bundeswehr sind die beliebtesen Arbeitgeber deutscher Schüler

Das trendence Schülerbarometer 2014 ist Deutschlands größte Schülerbefragung mit über 12.000 Befragten.  Studienteilnehmer sind Schüler der Klassen 8-13. Die Studie wird seit 2006 jährlich durchgeführt. EMPLOYERREPUTATION greift fünf spannende Ergebnisse der aktuellen Befragung auf und veröffentlich diese Woche jeden Tag eine Infografik.

Mein besonderer Dank gilt dem trendence Institut für Daten und Grafik!

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Verzweifeln Sie an Geburtstagsgeschenken für Mitarbeiter?

Ganz ehrlich, ich verzweifle ständig! Irgendetwas scheint immer schief zu gehen: Gutscheine wirken so langweilig wie Socken. Das aufmerksam für den Facebook-begeisterten Kollegen ausgewählte Social-Media-Fachbuch wird als persönlicher Angriff auf den Online-Kommunikationsstil missverstanden. Individuell ausgesuchte Geschenke werden untereinander verglichen und führen zu Neid und Missstimmung.

Und in diesem Minenfeld muss ich – wie alle anderen HR-Manager und Vorgesetzten – Jahr für Jahr, passende Geschenke finden, auch wenn ich gerade in Arbeit ertrinke und von Deadlines geplagt bin. Ach ja, natürlich unter Berücksichtigung von Steuerfreibeträgen.

Deswegen war ich begeistert, als ich kürzlich zufällig über einen kleinen Anbieter gestolpert bin, der liebevolle Geschenke für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammenstellt, um uns Arbeitgebern das Schenken leichter zu machen. Da die meisten Personaler und Führungskräfte meine Geschenke-Verzweiflung teilen, habe ich beschlossen, hier über einfach-schöner-schenken  von DIE BRÜCKE zu berichten. Ich durfte einige Präsente sogar fotografieren:

Viel Glück

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Gipfel erreicht

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Eine leuchtende Idee

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Ein guter Geist

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Kleine Überraschung!

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DIE BRÜCKE konzipiert immer einen Geschenkekorb, der zum Budget und zu den Wünschen des Arbeitgebers passt und stellt die Pakete den Mitarbeitern pünktlich zu. Manager und Personalabteilungen sparen Zeit, und Mitarbeiter sind begeistert.

Wie beschenken Sie Ihre Mitarbeiter? Über welches Geschenk von Ihrem Arbeitgeber haben Sie sich besonders gefreut?

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Wie sicherheitsbedürftig ist die Generation Y? Interview mit Stefan Lake, Deutschlandchef des Employer Branding Beratungsunternehmens Universum

Das ist die Woche der Infografiken und Studien auf EMPLOYERREPUTATION. Heute geht es um das Arbeitgeberranking von Universum. Stefan Lake, Country Manager Deutschland des Employer Branding Unternehmens Universum, beantwortet Fragen zu den Ergebnissen der aktuellen Umfrage bei Studierenden in Deutschland.

Zunächst jedoch die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage im Überblick:

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employerreputation: Herr Lake, vielen Dank, dass Sie sich Zeit für das Gespräch nehmen! Nicht nur Ihre Studie zeigt, dass die Studierenden großen Wert auf einen sicheren Job legen. Wie sicherheitsbedürftig ist die Generation Y?

Stefan Lake: Die Generation Y sucht Sinn in der Arbeit, aber das Ziel, einem sicheren und beständigen Job nachzugehen, hat in den letzten Jahren stetig an Bedeutung gewonnen und ist nach der Work-Life-Balance mittlerweile das zweitwichtigste langfristige Karriereziel. Wenn man die Studierenden fragt, was für sie einen attraktiven Arbeitgeber ausmacht, stehen ein attraktives Grundgehalt, ein freundliches Arbeitsumfeld und eine sichere Anstellung ganz oben auf der Wunschliste. Auch das zeigt, wie sicherheitsorientiert diese Generation ist.

employerreputation: Wie jedes Jahr zählen große Konzerne zu den beliebtesten Arbeitgebern in Deutschland. Haben KMU keine Chance? Was empfehlen Sie mittelständischen Firmen?

Stefan Lake: Die großen Unternehmen haben beim Arbeitgeberranking einen Startvorteil: sie sind viel bekannter als die kleineren Unternehmen. Und wenn die großen Konzerne dann auch noch attraktive Produkte haben wie etwa die Autobauer – die liegen seit Jahren an der Spitze unserer Rankings – wird es in der Tat schwer für die KMU. Aber die Mittelständler und auch kleinere Unternehmen können bei den jungen Talenten durchaus punkten, wenn sie ihre Employer-Branding-Aktivitäten zielgerichtet einsetzen. Es ist keineswegs so, dass alle bei einem Riesenunternehmen arbeiten möchten. Unsere aktuelle Umfrage ergab zum Beispiel, dass 28 Prozent der deutschen Studierenden eine Einstellung bei einem Unternehmen mit 100 bis 500 Mitarbeitern präferieren und 12 Prozent möchten Teil eines Unternehmens mit zehn bis 100 Kollegen sein. Hier liegen also durchaus Chancen. Aber es erfordert Mut, diese auch zu nutzen. Falsch wäre es, einfach die Strategien der Wettbewerber zu kopieren. Es gilt vielmehr, ein eigenes Alleinstellungsmerkmal, das Employer Value Proposition (EVP), herauszuarbeiten. Eine glaubwürdige Positionierung als Arbeitgeber und Mut zur Differenzierung sind die  Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung der Arbeitgebermarkenstrategie. Dies gilt für alle, aber ganz besonders für die KMU!

employerreputation: Ihre Studie zeigt, dass Frauen niedrigere Gehaltserwartungen haben. Wie kommt das? Ist das Realismus, mangelndes Selbstbewusstsein oder sehen Sie andere Ursachen?

Stefan Lake: Es ist schon erstaunlich, dass Frauen bereits beim Berufsstart bezüglich ihrer Gehaltsvorstellungen bescheidener sind als die Männer – trotz vergleichbarer Qualifikation. Schon vor dem Berufsstart erwarten zum Beispiel die Studentinnen der Ingenieurwissenschaften ein um etwa 5 900 Euro niedrigeres Einstiegsgehalt als Studenten. Bei den Studierenden der Wirtschaftswissenschaften liegt der sogenannte Gender Pay Gap mit 6 300 Euro sogar noch höher. Dies hat bei den Frauen möglicherweise mit einer falschen Einschätzung ihres Marktwerts und vielleicht auch mangelndem Selbstbewusstsein bei zu tun. Realistisch ist die niedrigere Gehaltserwartung jedenfalls nicht, denn die weiblichen jungen Talente sind gefragt, jedenfalls wenn sie die wirtschaftsnahen Studiengänge belegt haben.

employerreputation:Vielfältige Aufgaben und intellektuelle Herausforderungen sind Hochschulabsolventen laut Ihrer Studie sehr wichtig. Wie sollten Arbeitgeber die Organisation und die Aufgaben gestalten, um diesen Erwartungen gerecht zu werden?

Stefan Lake: Neben den drei wichtigsten Treibern der Arbeitgeberattraktivität – attraktives Grundgehalt, freundliches Arbeitsumfeld und sichere Anstellung, verlangen die jungen Talente auch vielfältige Arbeitsaufgaben. Und die intellektuelle Herausforderung ist seit Jahren unter den drei wichtigsten langfristigen Karrierezielen. Wir wollten aber genauer wissen, was die Studierenden eigentlich vom Management erwarten. Die Antworten waren sehr interessant – es sind in erster Linie Entwicklung und Förderung in der Karriere, ein guter Führungsstil, offene Kommunikation und Feedback. Wenn man fragt, was die Studierenden unter dem Top-Karriereziel Work-Life-Balance eigentlich verstehen, sagen sie, dies sei ein positives Arbeitsklima, Familien- und Karriereplanung sollen sich nicht stören und dass sie ausreichend Freizeit haben möchten. Die Arbeitgeber sollten dies bei der Rekrutierung berücksichtigen. Aber es reicht definitiv nicht, wenn Unternehmen sich einfach Work-Life-Balance auf die Fahnen schreiben. Wie Work-Life-Balance im Unternehmen umgesetzt wird, muss konkret gemacht werden.

employerreputation:Vielen Dank für das spannende Gespräch!

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Zur Person:

Stefan Lake ist seit Februar 2011 Country Manager Deutschland von Universum, des weltweit tätigen Employer Branding Beratungsunternehmens Universum. Stefan Lake verfügt über besondere Expertise in der Entwicklung authentischer und nachhaltiger Arbeitgeberpositionierungen sowie in der quantitativen und qualitativen Marktforschung, der Markenberatung, Markenentwicklung und Kommunikationsberatung. Universum befragt pro Jahr in nahezu 40 Ländern mehr als 700 000 Studierende und junge Berufstätige zu ihren Arbeitgeberpräferenzen, Karrierevorstellungen und Kommunikationsvorlieben. Die Ergebnisse der Umfragen sind Grundlage für das Universum Arbeitgeber-Ranking und für Studien, in denen die Treiber der Arbeitgeberattraktivität analysiert werden. Auf Grundlage der Erkenntnisse aus diesen Umfragen und Studien können Unternehmen und Institutionen die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter und ihre Attraktivität als Arbeitgeber verbessern. Für die Universum Student Survey 2014 in Deutschland wurden zwischen November 2013 und März 2014 insgesamt 30 189 Studierende an 140 Hochschulen in Deutschland befragt.

Mehr über Universum unter www.universumglobal.com und www.employerbrandingtoday.com/de/

 

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Generation Y: Neue Studie von Trendence

Soeben ist der trendMonitor „Schöne neue Arbeitswelt. Wie sich HR auf die Zukunft der Arbeit vorbereiten sollte“ erschienen. Das wichtigste Ergebnis der Studie: Die Generation Y ist bunt und nicht so homogen wie manche Veröffentlichungen nahelegen. Viel Spaß mit der neuen Infografik!

Schöne neue Arbeitswelt. Wie sich HR auf die Zukunft der Arbeit vorbereiten sollte.

Mein besonderer Dank gilt dem trendence Institut für Daten und Grafik!

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